Ein berühmter Gelehrter hat mal gesagt:

Robert Rescue - periplaneta

Ein berühmter Gelehrter hat mal gesagt: „Das größte Geheimnis einer Frau ist ihre Handtasche.“ Frauen bewahren darin grundsätzlich folgende Dinge auf: Eine Handgranate (zum Selbstschutz), einen Positronenlaserzerstäuber (auch zum Selbstschutz), eine lokal wirkende Neutronenbombe im Ladylook-Format (mehr als zum Selbstschutz), eine Packung Taschentücher, Pfefferminzpastillen, ein Handy sowie diverse andere Dinge, die leider meine Phantasie übersteigen.
(Aus Robert Rescue: „Eimerduschen- Ein Opfer packt aus“)

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Ich achte stets streng darauf, dass …

Robert Rescue - periplaneta -

Ich achte stets streng darauf, dass sich in der Umgebung des Hauses, in dem ich wohne, nichts Außergewöhnliches, somit Verdächtiges tut und wenn doch, dann gehe ich dem sofort nach. Als ich vor einigen Tagen nachts nach Hause kam, stand vor dem Haus ein PKW, in dem eine, offensichtlich wartende Person saß. Was hat das zu bedeuten?, fragte ich mich sogleich und lenkte meine Schritte zu dem Fahrzeug.
„Kann ich Ihnen helfen?“
„Nein … nein, danke. Ich warte auf meinen Kollegen. Der hat da in der Hausnummer 101 einen Auftrag zu erledigen.“
„Einen Auftrag zu erledigen? Morgens um 3 Uhr? Wie Rohrverleger der Berliner Wasserbetriebe sehen Sie mir nicht aus.“
„Nee, sind wir auch nicht. Wir sind Auftragskiller, Bert und ich. Bert macht gerade seine Arbeit und ich sehe zu, dass ihn dabei niemand stört.“
(Aus Robert Rescue: „Eimerduschen- Ein Opfer packt aus“)

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Wenn ein Autor ein neues Buch veröffentlicht …

Zum Glück Robert Rescue 01

Wenn ein Autor ein neues Buch veröffentlicht, dann geht er davon aus, dass die Welt auf dieses Buch gewartet hat. Oder anders gesagt: Er packt für eine Lesung fünf Exemplare ein und denkt dann, dass er wahrscheinlich acht verkaufen wird, weshalb er noch fünf Stück dazu legt. 20 Exemplare hatte ich eingesteckt und eine Stimme in mir sagte, dass das übertrieben sei, während eine andere Stimme glaubte, dass sich im Servicecenter keine Kunden der Krankenkasse aufhalten werden, sondern 60 bis 100 Besucher des Literaturprojektes. Als ich schließlich im Wartebereich des Servicecenters meine Texte auspackte, ließ ich die Bücher im Rucksack. Sechs Leute saßen auf den Metallstühlen und mit ziemlicher Sicherheit warteten sie nicht auf mich.

(Aus: Robert Rescue „Zum Glück hab ich wenigstens Pech“)

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Geschichten rund um Geschichten: Keinen Fettnapf auslassen

Mit Quittungen habe ich in meinem Leben noch nicht viel zu tun gehabt. Ich habe mal die eine oder andere unterschrieben, aber mehr hatte ich mich damit noch nicht beschäftigt. Seit ich selbstständig bin, muss ich häufig Quittungen ausfüllen und wundere mich, dass ich immer zwei, drei Bögen wegschmeißen muss, weil der Kugelschreiber durchschreibt. Den ersten Quittungsblock hatte ich in einem 1-Euro-Laden gekauft und dachte mir deshalb, das ist billig, also muss das so sein. Der zweite Quittungsblock ist aber von einer Markenfirma und ich brauche dreiviertel des Blocks, bis ich merke, dass sich hinten eine Schreibeinlage befindet, deren Sinn und Zweck ich auch sofort erkenne.

Man mag ja meinen, beim Schreiben einer Quittung könne man nicht mehr falsch machen als den falschen Steuersatz zu wählen, die falsche Summe einzutragen oder eine Unterschrift zu vergessen. Da geht noch mehr, wie der obige, aktuelle Kurztext zeigt. Ich hätte den Text nicht schreiben und vor allem nicht vorlesen müssen. Ich hätte den Mantel des Schweigens darüber breiten können und wenn irgendwann einmal jemand anderes von einem solchen Malheur berichtet, könnte ich mich über ihn lustig machen.

Vor dem LernerfolgIn dem bald erscheinenden Buch „Eimerduschen – Ein Opfer packt aus“ geht es um das gleiche. Also nicht um das Schreiben von Quittungen, sondern um das Scheitern von Robert Rescue in allen Belangen des Lebens. Die Opferrolle, die immer wieder aufs Neue Situationen schafft, über die ich schreiben kann und, ja, muss. Es ist mein Thema, meine Bestimmung, meine Freude.

„Eimerduschen“ ist daher das ideale Buch für alle, die nur Pech im Leben haben, denn durch die Lektüre werden sie begeistert sein, weil sie erkennen, dass es jemanden gibt, dem es noch schlechter geht als ihnen. Dass sie glücklich werden, macht mich glücklich. Wir haben also alle was davon.

Es gilt weiterhin:

Die Releaseparty zum neuen Werk „Eimerduschen“ findet am 15.09.12, ab 21:30 Uhr im Kunst und Kultur Verein Mastul in der Liebenwalder Straße 33, 13347 Berlin statt.

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Wie ich mal herausfand, warum meine Bewerbungsbemühungen erfolglos sind

Ich stand im Copyshop, um Kopien meiner Zeugnisse zu machen. Aufgrund eines Papierstaus, den das Zeugnis der Firma Kuppel & Schlöder verursachte, hatte ich plötzlich die Gelegenheit, mir das Zeugnis mal durchzulesen. Mein Praktikum bei denen lag vier Jahre zurück und weil in solchen Zeugnissen immer nur dieselben Phrasen stehen wie „Er hat die ihm zugewiesenen Arbeiten gewissenhaft erledigt“ usw. hatte ich mir das Zeugnis bis zu diesem Zeitpunkt nie näher angeschaut.

Ich las:

Herr Rescue war echt das übelste Stück Mitarbeiter, was bei uns je ein Praktikum absolviert hat. Das Wort „Pünktlichkeit“ war für ihn ein Fremdwort. Um die wirtschaftlichen Schäden, die er angerichtet hat, auszugleichen, werden wir Jahrzehnte brauchen. Wir alle, selbst die Putze, sind froh, daß er endlich verschwindet. Ich persönlich wünsche ihm für den Rest seines Lebens alles erdenkliche schlechte und ich bete zu Gott, das er nie wieder beruflich Tritt fassen wird.“

In dem Moment wurde mir klar, warum mich bislang keine Firma zum Vorstellungsgespräch eingeladen hatte.

Robert Rescue

Writersblock oder Gibt es was Neues?

Ich habe die Gewohnheit angenommen, mein Notizbuch aus der Tasche zu holen, um nachzuschauen, ob ich was Neues reingeschrieben habe. Das erinnert mich an die neumodische Gepflogenheit, permanent auf das Handy zu schauen oder alle 5 Minuten die Mailbox abzufragen. Früher sind die Leute ja auch nicht ständig zum Briefkasten gerannt, um zu schauen, ob sie Post haben! Aha, ich habe seit Wochen nichts Neues in mein Notizbuch geschrieben. Das Letzte, was ich vermerkt habe, ist das, was ich gerade vorlese.