Ich achte stets streng darauf, dass …

Robert Rescue - periplaneta -

Ich achte stets streng darauf, dass sich in der Umgebung des Hauses, in dem ich wohne, nichts Außergewöhnliches, somit Verdächtiges tut und wenn doch, dann gehe ich dem sofort nach. Als ich vor einigen Tagen nachts nach Hause kam, stand vor dem Haus ein PKW, in dem eine, offensichtlich wartende Person saß. Was hat das zu bedeuten?, fragte ich mich sogleich und lenkte meine Schritte zu dem Fahrzeug.
„Kann ich Ihnen helfen?“
„Nein … nein, danke. Ich warte auf meinen Kollegen. Der hat da in der Hausnummer 101 einen Auftrag zu erledigen.“
„Einen Auftrag zu erledigen? Morgens um 3 Uhr? Wie Rohrverleger der Berliner Wasserbetriebe sehen Sie mir nicht aus.“
„Nee, sind wir auch nicht. Wir sind Auftragskiller, Bert und ich. Bert macht gerade seine Arbeit und ich sehe zu, dass ihn dabei niemand stört.“
(Aus Robert Rescue: „Eimerduschen- Ein Opfer packt aus“)

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Wenn ein Autor ein neues Buch veröffentlicht …

Zum Glück Robert Rescue 01

Wenn ein Autor ein neues Buch veröffentlicht, dann geht er davon aus, dass die Welt auf dieses Buch gewartet hat. Oder anders gesagt: Er packt für eine Lesung fünf Exemplare ein und denkt dann, dass er wahrscheinlich acht verkaufen wird, weshalb er noch fünf Stück dazu legt. 20 Exemplare hatte ich eingesteckt und eine Stimme in mir sagte, dass das übertrieben sei, während eine andere Stimme glaubte, dass sich im Servicecenter keine Kunden der Krankenkasse aufhalten werden, sondern 60 bis 100 Besucher des Literaturprojektes. Als ich schließlich im Wartebereich des Servicecenters meine Texte auspackte, ließ ich die Bücher im Rucksack. Sechs Leute saßen auf den Metallstühlen und mit ziemlicher Sicherheit warteten sie nicht auf mich.

(Aus: Robert Rescue „Zum Glück hab ich wenigstens Pech“)

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… Manfred Barbe beschäftigte sich die meiste Zeit …

Robert Rescue - periplaneta berlin

… Manfred Barbe beschäftigte sich die meiste Zeit mit einer Art Wissenschaft, die er „Alternative Geschichtsdarstellung“ nannte. Dabei handelte es sich um die Erforschung von historischen Ereignissen in Berlin, die keine öffentliche Beachtung erfahren hatten.  Wurde Barbe auf ein solches Ereignis aufmerksam, so zückte er am Ort des Geschehens eine Spraydose, um eine überdimensionale Botschaft zu hinterlassen. Darin ähnelte er dem sogenannten „Sechsenmaler“, der an Hauswänden, an den Rückseiten von Verkehrsschildern, alten, auf Bürgersteigen stehenden Kühlschränken und Möbeln Sechsen und gelegentlich auch eine Sieben aufmalte. Bei diesem handelte es sich lediglich um Kunst, bei Barbe hingegen mussten seine gesprühten Sätze historisch einwandfrei sein. Wie beispielsweise die Aussage über einem Pissoir im Berliner Ensemble: „Hier hat schon Bertold Brecht uriniert“, oder als er eines Nachts auf eine Landebahn des Flughafens Tegel in großer Schrift gesprayt hatte: „Hier sind folgende große Politiker gelandet: …“ dazu hatte er die Namen von insgesamt zwölf Staatsmännern aufgesprüht, bevor er entdeckt wurde und fliehen musste.
(Aus: Robert Rescue „Der Intimitätendieb“)

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Der Räuber lässt den Gegenstand sinken …

Robert Rescue - periplaneta -

Der Räuber lässt den Gegenstand sinken und fängt plötzlich an zu weinen. „Warum machst du es mir so schwierig? Sonst ist es doch kein Problem. Alle heben Geld ab, nur du nicht. Alle haben eine PIN-Nummer, entweder im Kopf oder auf einem Zettel. Nur du hast keine Nummer! Du machst Probleme, warum nur?“
„Tut mir leid“, sage ich instinktiv und schaue betreten zu Boden. Dann habe ich eine Idee. Ich greife nach meiner Brieftasche und hole einen 20-Euro-Schein heraus. „Hier“, sage ich zu meinem Gegenüber. „Nimm das als Ausgleich. Wegen deiner Mühen.“

(Aus Robert Rescue: „Zum Glück hab ich wenigstens Pech“)

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„O-Ton Ute“ war meine erste Lesebühne.

Robert Rescue - Die ganze Wahrheit -

„O-Ton Ute“ war meine erste Lesebühne.
„O-Ton Ute – die vielleicht spannendste Lesebühne Berlin“’ (Zitat der TAZ), die eine unglaubliche Bühnenshow mit dem biederen Charme des Vorlesens verband.
Für die unglaubliche Bühnenshow waren andere verantwortlich, für den biederen Charme ich.“

Aus: Robert Rescue „Ich war dann einfach irgendjemand“ (Schindluder & Moralapostel)

Montag, 06.06. 2016, ab 20 Uhr im Periplaneta Literaturcafé Berlin:  Lesebühne Vision und Wahn

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Abends im Bett las ich dann ein Buch …

Zum Glück Robert Rescue - periplaneta

Abends im Bett las ich dann ein Buch über das TCP/IP-Protokoll oder die neuesten Tuning-Tipps, während sich Nina milde von einem Gaslicht-Roman ängstigen ließ oder den Eiffelturm nachschnitzte. Ich hatte es mir inzwischen abgewöhnt, sie in diesem Fall auf die Späne aufmerksam zu machen, die sie stets im Bett beließ und die mir später beim Sex in den Rücken pieksten. Nina wurde dann nämlich immer zickig, hielt mir das Schnitzmesser an die Kehle und fragte, ob ich damit ein Problem habe. Selbstverständlich verneinte ich dies immer und ärgerte mich, dass die Festplatte nie griffbereit neben dem Bett lag, um ihr die nötigenfalls über den Schädel zu ziehen.

(Aus Robert Rescue: „Zum Glück hab ich wenigstens Pech“)

Montag, 02.05. 2016, ab 20 Uhr im Periplaneta Literaturcafé Berlin:  Lesebühne Vision und Wahn

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Ich habe schon eine Menge Dozenten kennengelernt.

Robert Rescue auf der Couch

Ich habe schon eine Menge Dozenten kennengelernt. Arschlöcher und nette Menschen, langweilige und kreative, erfahrene und unerfahrene. Auf Frau Doktor Haase passen eher die positiven Eigenschaften, aber sie bringt noch ein paar Merkmale mit, die ich in der Kombination noch nicht erlebt habe. Die über 50-jährige kommt aus dem Osten, was sie immer wieder in ihre Erzählungen einfließen lässt. Ausschweifend berichtet sie von ihrer beruflichen Laufbahn als Ökonomin in der DDR. Manches Mal habe ich gar den Eindruck, sie habe noch gar nicht rüber gemacht. Und wenn sie von ihren Weiterbildungen der letzten 20 Jahre er zählt, hört man von ihr oft so Aussagen wie: „Das hat mich damals 700 Mark gekostet.“ Ich glaube fast, dass sie von der Euroumstellung ebenfalls nichts mitbekommen hat.

(Aus: Robert Rescue „Eimerduschen- Ein Opfer packt aus“)

Montag, 04.04. 2016, ab 20 Uhr im Periplaneta Literaturcafé Berlin:  Lesebühne Vision und Wahn

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Robert Rescue „Der Nasenhaartrimmer“ (YouTube)

Robert Rescue : Beauty Tipps für den Mann jenseits der Norm Pt.2

Der neue You Tube Channel.

Heute zeigt dir Robert, wie man Nasenhaare effektiv entfernt und dabei noch noch sinnliche Freuden erlebt. Sei dabei!

Drei Monate später hatte ich Geburtstag …

Zum Glück Robert Rescue - periplaneta

Drei Monate später hatte ich Geburtstag und veranstaltete eine Party. Susanne war auch dabei, und obwohl ich Geschenke nicht mag, überreichte sie mir eine Rose sowie eine Grußkarte in einem Briefumschlag. Über die Rose freute ich mich so, wie sich Männer über Blumen freuen und den Umschlag legte ich mit dem Hinweis weg, ich wolle die Karte später in Ruhe lesen. Am nächsten Tag öffnete ich den Brief, nahm die Grußkarte heraus und zerriss den Umschlag in sehr kleine Stücke. Kurze Zeit später klingelte das Telefon.
„Ich war mir nicht ganz sicher, ob du am Dienstag Zeit hast?“, sagte Susanne nach der Begrüßung.
„Jaaaa …“, antwortete ich zögerlich und war ratlos, was sie meinte. Waren wir verabredet?
„Na prima, dann steht unserem Theaterbesuch ja nichts im Wege. Die Karte hast du ja bestimmt entdeckt, oder?“
„Ja, die habe ich hier vor mir liegen“, log ich und blickte zum Boden, wo der zerrissene Umschlag lag.

(Aus: Robert Rescue „Zum Glück hab ich wenigstens Pech“)

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Robert Rescue „Das Gesichtstattoo“ (YouTube)

Teil 1 der Beauty Tipps für den Mann jenseits der Norm von Robert Rescue. Wie man sich stylisch macht für die Straße.